Digitalisierung ohne Strategie ist teurer Aktionismus. Wir helfen Ihnen, die Maßnahmen mit dem höchsten Nutzen-Kosten-Verhältnis zu identifizieren – und den Rest zu lassen.
In kaum einem Bereich wird so viel Hype betrieben wie bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen. KI-Diagnose, Blockchain-Patientendaten, digitale Sprachassistenten – das klingt futuristisch und findet sich in Fachzeitschriften und auf Kongressen. In der Praxis von Dr. Müller in Mannheim oder der Physiotherapiepraxis in Freiburg sind diese Themen irrelevant.
Was dort relevant ist: Wird die Praxis auf Google gefunden? Kann man online einen Termin buchen? Ist die Website DSGVO-konform? Hat die Praxis eine funktionierende Praxissoftware? Diese Basics – gut umgesetzt – haben mehr Wirkung als jede KI-Investition.
Die häufigsten Digitalisierungs-Buzzwords – und was davon für Praxen relevant ist:
Von essenziell bis optional – ehrlich bewertet für eine typische Arztpraxis oder Physiotherapiepraxis.
Die Basis jeder digitalen Praxis. Wer online nicht gefunden wird, existiert für neue Patienten nicht.
Patienten erwarten heute digitale Terminbuchung – rund um die Uhr, vom Smartphone.
Rechtliche Grundlage für alle digitalen Aktivitäten – kein Luxus, sondern Pflicht.
Praxisverwaltungssoftware, digitale Patientenakten und elektronischer Arztbrief sind hier relevant.
Newsletter, automatische Erinnerungen, Follow-up-E-Mails – sinnvoll für größere Praxen.
Für eine kleine Praxis bedeutet Digitalisierung hauptsächlich: eine professionelle Website mit gutem Google-Ranking, ein gepflegtes Google Unternehmensprofil, Online-Terminbuchung und eine DSGVO-konforme digitale Kommunikation. Das sind die Maßnahmen mit dem größten Nutzen-Kosten-Verhältnis. KI und komplexe Systeme kommen – wenn überhaupt – später.
Ja – die Telematikinfrastruktur (TI) ist für Vertragsärzte verpflichtend. KIM (Kommunikation im Medizinwesen), ePA (elektronische Patientenakte) und eRezept sind Teil davon. Wir beraten hier nicht zur technischen Umsetzung der TI, wohl aber zur digitalen Gesamtstrategie, in die sie eingebettet ist.
Doctolib und Jameda Terminbuchung sind die bekanntesten Portallösungen. Samedi, Easytermin und Doctena sind Anbieter für direkte Website-Integration. Wichtig bei allen: DSGVO-Konformität prüfen, Serverstandort Deutschland/EU bevorzugen und einen Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen.
Ein realistischer Rahmen für eine mittlere Praxis: Website 3.000–6.000 € einmalig, Online-Terminbuchung 200–500 € jährlich, DSGVO-Setup 500–1.000 € einmalig, Praxissoftware 100–400 € monatlich. In Summe rechnen Sie mit 5.000–10.000 € Einmalkosten und 300–600 € monatlichen Folgekosten. Wir helfen, das Budget sinnvoll einzusetzen.